Aktuelles

Impressionen des zweiten Monitorings

Das zweite Insektenmonitoring in diesem Jahr bietet wieder schöne Bilder von heimischen Insekten und märchenhaften Sonnenaufgängen. Diesmal haben wir Emergenzfallen im Wasser installiert, um zu untersuchen, welche aquatischen Insekten nach ihrem Schlupf aus dem Wasser an die Straßenleuchten angezogen werden. In Fulda haben sich sogar schon ein paar Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler an dem Monitoring beteiligt. Die Osthessen News berichteten ausführlich darüber. Hoffentlich können wir bald mehr Menschen an unseren Aktionen teilnehmen lassen.

Podcast Empfehlung

Parkplatzleuchten überstrahlen die Information auf Schildern. Photo: Andreas Hänel

Der Podcast von Daniela Remus des BR2 „Lichtverschmutzung – Tödliche Helligkeit“ bietet viele wertvolle Informationen rund um das Problem der Lichtverschmutzung und warum es so wichtig ist, den Lebensraum von Wildtieren und insbesondere von Insekten vor unnötigen Lichtimmissionen zu schützen. Viel Spaß beim Hören!

Unser erstes Insektenmonitoring

Aufgrund der Corona-Vorsichtsmaßnahmen konnten wir leider keine Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler an unserem ersten Insektenmonitoring teilhaben lassen. Wir möchten hier aber ein paar Bilder zeigen, um die Vorfreude am Mitmachen zu wecken: Wissenschaft hautnah – „From Dusk till Dawn“.

Wir werden zu jedem abnehmenden Halbmond die Fallen an den Straßenleuchten und im Gewässer für einen Tag und eine Nacht aktivieren, um herauszufinden wie viele und welche Insekten sich im Schein der Leuchten verirren und wie wir den Insekten helfen können, ihren Lebensraum barrierefrei zu nutzen.

Schulen, Vereine und alle Interessierten sind eingeladen, sich an der taxonomischen Bestimmung der gefangenen Insekten in Workshops zu beteiligen (sobald die Corona-Vorsichtsmaßnahmen das wieder zulassen).

Wir freuen uns schon darauf, wenn wir endlich alle Interessierten zur Teilhabe an diesen Untersuchungen einladen können. Auf unserer Seite Projektgebiete und Partner sind bei Interesse die Kontaktadressen zu finden.

Einladung zur Auftaktveranstaltung

Diese Veranstaltung musste leider auf unbestimmte Zeit verschoben werden

Das AuBe-Projekt lädt ein, gemeinsam am Stechlinsee den Auftakt des Projekts zu begehen. Es werden Workshops zum Thema heimische Insekten und Licht in der Nacht geboten. Wir werden über Möglichkeiten diskutieren, die Insektenfauna durch Beleuchtungslösungen zu schützen und bieten Vorträge.

02.04.2020 Stechlinsee-Center Neuglobsow

14:00 Begrüßung

Prof. Dr. Beate Jessel (BfN): Den Verlust der Nacht stärker ins Bewusstsein rücken – Aktivitäten und Handlungsempfehlungen zur Lichtverschmutzung aus der Bundessicht.

PD Dr. Franz Hölker (IGB): Der Verlust der Nacht geht uns alle an!

Dr. Sibylle Schroer (IGB): Die Nacht bewahren

Dr. Gregor Kalinkat (IGB): Die heimische Insektenfauna bestimmen – wer macht mit?

15:30 Kaffeepause und Workshops

Prof. Stephan Völker (TU-Berlin): Entwicklung eines neuen Straßenbeleuchtungsdesigns

Ralf Koch (Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide): Bürgerwissenschaftliche Beteiligung im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide

16:45 Kaffeepause und Workshops

Diskussion: Wie können wir gemeinsam unsere Nachtlandschaften schützen?

20:30 Sternenführung

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Leitfaden zur Neugestaltung und Umrüstung von Außenbeleuchtungsanlagen

Der Leitfaden zur Neugestaltung und Umrüstung von Außenbeleuchtungsanlagen bietet detaillierte Empfehlungen für Kommunen und andere Entscheidungsträger zu Fragen der Modernisierung und Neuinstallation von Beleuchtungsanlagen. Hochwertige Beleuchtungsanlagen sind effizient und senken nachweislich den Stromverbrauch, begrenzen die Lichtverschmutzung auf ein Mindestmaß und stören Mensch und Natur nur geringfügig . Die Beleuchtungsstärke, Lichtfarbe und Abstrahlungsgeometrie sollten dafür aufeinander abgestimmt und dem örtlichen Bedarf angepasst werden.

Der Leitfaden ist in Zusammenarbeit mit dem IGB, dem Fachbereich Umwelt- und Planungsrecht der Universität Münster und dem Bundesamt für Naturschutz entstanden. Es werden die rechtlichen Voraussetzungen für Modernisierungen und bestehende Gesetzeslücken im Umweltrecht beschrieben. Zum Beispiel, dass Empfehlungen für Beleuchtungsstärken oft fast ausschließlich durch die technische Norm für Straßenbeleuchtung DIN EN 13201 erfolgen, die eigentlich nur eine Empfehlung der Beleuchtungsindustrie darstellt und der die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit den Auswirkungen durch Beleuchtung auf Mensch und Natur weitestgehend fehlt.

Der Leifaden kann kostenfrei per E-Mail an andrea.loehnert(at)bfn.de bestellt werden.

Wo kann man die Sterne eigentlich noch sehen?

Ein Artikel mit dem Astronomen Harald Bardenhagen http://www.sterne-ohne-grenzen.de/) und dem Lichtverschmutzungsforscher Christopher Kyba (Geoforschungszentrum) zeigt Ihnen / Euch wo man in Deutschland am besten Sterne beobachten kann, was man dazu braucht und wann der richtige Zeitpunkt dazu ist.

Für alle, die sich für Beobachtungen der Himmelslichter interessieren, wird folgender Artikel wärmstens empfohlen: https://www.lenstore.de/vc/mit-blossem-auge/

Leuchtenhersteller gesucht!

Derzeit bereitet das Fachgebiet Lichttechnik der TU-Berlin in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Lichtverschmutzung und Ökophysiologie am IGB eine Ausschreibung für ein neues Straßenbeleuchtungsdesign vor. Die Abstrahlungsgeometrie der Leuchte soll so ausgerichtet sein, dass kein Licht in die Flugbahn von Insekten oder auf nächstgelegene Gewässer und andere Biotope scheint. Dieses insektenfreundliche Leuchtendesign dient dazu, die negativen Auswirkungen durch Strassen- und Promenadenbeleuchtungen auf Biotope zu minimieren und leistet damit einen Beitrag, dem Insektensterben entgegenzuwirken. Die Vorgaben für das Leuchtendesign wurden aus den Ergebnissen interdisziplinärer Studien und internationaler Kooperationen entwickelt.

Durch nachhaltige Beleuchtungslösungen die Vielfalt fördern

Das Projekt Artenschutz durch umweltverträgliche Beleuchtung setzt sich zum Ziel die Umweltbildung im Bereich der heimischen Insektenfauna zu stärken, den Wert der nächtlichen Dunkelheit anzuerkennen und Beleuchtungslösungen zu fördern, die die negativen Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich halten. Die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in das Projekt ist ein besonders großes Anliegen, weil gerade die private Beleuchtung in Gärten und an Hausfassaden mehr und mehr zunimmt. In Anbetracht der Dringlichkeit des Insektensterbens werden im Rahmen des Projektes weiterhin Handlungsempfehlungen an Kommunen, Behörden und Unternehmen herausgegeben werden, um den negativen Auswirkungen durch Beleuchtung im privaten, wie auch im öffentlichen Bereich entgegenzuwirken. 

Das Projekt wird durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit einer Gesamtsumme von 2,37 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.